Zur Oktoberrevolution

„Beendigung der Kriege, Friede unter den Völkern, Aufhören von Raub und Gewalt – das ist fürwahr unser Ideal.“

Die sogenannte „Oktoberrevolution“, ein Aufstand gegen das Kerensky-Regime, stellt eine vorher unbedeutende Partei an die Spitze des größten Staates der Welt. Von heute auf morgen war ein Sechstel der Welt von einer Partei regiert die die Abschaffung der Ungerechtigkeiten, der Klassen auf ihren Fahnen stehen hatte. Statt der alten Adelskasten waren Bäuer*innen, Arbeiter*innen und Intellektuelle an der Macht. Das gefiel aber nicht allen, denn nach dem Ende des ersten Weltkriegs rüsteten Staaten die sich vorher noch mit Vorliebe zerbombt hatten, die ehemaligen Herrscher Russlands auf und stürzten das Land in einen verheerenden Bürgerkrieg. Die frisch gegründete „Rote Armee“ konnte zwar die Invasionsarmeen besiegen, das Land aber war in in tiefstes Chaos gestürzt worden. Nach dem der Anführer der Bolschewiki, Vladimir Iljitsch „Lenin“ Uljanov, infolge der Verletzungen eines durch Anarchisten durchgeführten Attentats verstarb übernahm Josef Stalin das Ruder. Die ehemalig zaristischen Institutionen wurden rot lackiert und die innerparteiliche Opposition exekutiert.

Trotzdem inspierte die Oktoberrevolution 100 Jahre Menschen, denn sie zeigte das die Weltordnung die wir für selbstverständlich halten „auf Sand gebaut sind“. Sie zeigte trotz ihres langfristigen Scheiterns dass eine andere Welt möglich ist. Heute wie damals ist das Leiden und die Armut lediglich menschengemacht und kann durch Menschen aufgehoben werden!