Erinnern am Aspangbahnhof

Einige der Genoss*innen der Junge Linke Wien beteiligten sich gestern am Gedenken der Initiative Aspangbahnhof. Am ehemaligen Aspangbahnhof wurde der von hier aus deportierten Jüd*innen gedacht. Gerade in Zeiten wie diesen ist eine aktive, offensive, antifaschistische Erinnerungspolitik wichtig.
Niemals vergeben, niemals vergessen!

Gedenken der Opfer des Faschismus

Gemeinsam mit der KPÖ Wien und dem KZ Verband/VdA Wien gedachten wir heute, am 1. November, am Zentralfriedhof der Opfer des Faschismus in Österreich von 1938 – 1945 und der gefallenen Kämpfer*innen gegen den Nazifaschismus.
Niemals vergessen!

Demonstration gegen kommende Regierung!

Die Junge Linke Kärnten – Koroška organisiert die Demo „Oops, they did it again!?“, gegen eine wahrscheinliche schwarz-blaue Regierung, mit!

Wir sind in Sorge: Als Kärntner NGOs, zivilgesellschaftliche, antifaschistische und politische Gruppen, Flüchtlingsinitiativen sowie engagierte Einzelne, sehen wir den Wahlausgang der Nationalratswahl und die sich abzeichnende Neuauflage einer schwarz-blaue Koalition mit Schrecken. Die Stimmung im Wahlkampf und die Wahlprogramme der ÖVP und FPÖ zeichnen ein düsteres Bild für die nächsten Jahre in Österreich.

Mit der Heraufbeschwörung des »Sozialschmarotzers aus dem Ausland« wird eine Politik gerechtfertigt, die den Sozialstaat auf ein Minimum kürzen will. Dies ist kein realitätsferner Pessimismus, sondern findet bereits statt, wie das Beispiel Oberösterreich zeigt. Die dortige schwarz-blaue Regierung nutzte die rassistische Stimmung um bei den sozial Schwächsten Gruppen zu sparen: Einführung von Kindergartengebühren, Kürzung der Mindestsicherung bei Mehrkindfamilien und auch bei Geflüchteten.

Betroffen sind einige, gemeint sind wir alle!

Ein Blick in die Wahlprogramme von ÖVP und FPÖ zeigt, dass damit noch nicht Schluss ist: Ebenso wollen sie bei Pensionen, Gesundheitsversorgung und Bildung kürzen. Außerdem soll die Mitgliedschaft in der Arbeiterkammer in Frage gestellt werden – und damit die Mitbestimmung über unsere Arbeitsbedingungen.

Statt diesem Klima von Hass und Neid wollen wir eine Gesellschaft, in der ein angstfreies und solidarisches Leben für alle möglich ist!

Kommt alle zur Demonstration gegen eine sich abzeichnende schwarz-blaue Regierung am Samstag, den 02. Dezember 2017, um 14 Uhr. Wir treffen uns am Bahnhofsvorplatz und laufen dann gemeinsam in die Innenstadt.

Den Aufruf unterstützt ein breites Bündnis politisch unterschiedlicher Gruppen, die eint, der wahrscheinlichen Koaltion ablehnend gegenüberzustehen:

LIEBE in Kärnten/Koroška – Linke Emanzipatorische Bewegung
AKS Kärnten/Koroška
GRAS Kärnten/Koroška
Junge Grüne Kärnten/Koroška
Junge Linke Kärnten – Koroška
VOBIS
VSStÖ Uni Klagenfurt
ÖH Klagenfurt/Celovec Referat für Gesellschaftspolitik
ÖH Klagenfurt/Celovec Queer-Referat
ÖH Klagenfurt/Celovec Referat für Frauen und Gleichberechtigung
ÖIE Kärnten – Bündnis für EINE Welt
PLUS – Plattform unabhängiger Studierender
KSŠŠK – Klub slovenskih študentk in študentov na Koroškem
Klub slovenskih študentk in študentov na Dunaju (KSŠŠD)
Schau.Räume
SOHO Day / CBD Cartell 2nd Coffeeshop
Aufbruch Kärnten/Koroška
Autonome Antifa Kärnten/Koroška
Plattform Radikale Linke
autonome antifa w

Gedenken an die Novemberpogrome

Heute gedenken wir der Novemberpogrome. Diese waren nicht „Entladung des Volkszornes“ sondern Fortsetzung der Verdrängung und Vertreibung von Juden aus dem öffentlichen Leben in Deutschland und Österreich.

Der damals 11-jährige Josef Linser hatte während der Novemberpogrome schreckliche Angst
„Es herrschte eine Atmosphäre des Terrors, ich rannte nach Hause und ging nicht mehr vor die Tür. … Die Polizei kam und verhaftete Juden – ich weiß nicht, ob sie im Besitz von Listen waren oder nicht. Mehrere Angehörige meiner Familie wurden abgeholt, darunter mein Onkel und mein Vetter. Sie wurden später in Dachau eingesperrt.“

(Yad Vashem Archiv, Original hebräisch)

Zur Oktoberrevolution

„Beendigung der Kriege, Friede unter den Völkern, Aufhören von Raub und Gewalt – das ist fürwahr unser Ideal.“

Die sogenannte „Oktoberrevolution“, ein Aufstand gegen das Kerensky-Regime, stellt eine vorher unbedeutende Partei an die Spitze des größten Staates der Welt. Von heute auf morgen war ein Sechstel der Welt von einer Partei regiert die die Abschaffung der Ungerechtigkeiten, der Klassen auf ihren Fahnen stehen hatte. Statt der alten Adelskasten waren Bäuer*innen, Arbeiter*innen und Intellektuelle an der Macht. Das gefiel aber nicht allen, denn nach dem Ende des ersten Weltkriegs rüsteten Staaten die sich vorher noch mit Vorliebe zerbombt hatten, die ehemaligen Herrscher Russlands auf und stürzten das Land in einen verheerenden Bürgerkrieg. Die frisch gegründete „Rote Armee“ konnte zwar die Invasionsarmeen besiegen, das Land aber war in in tiefstes Chaos gestürzt worden. Nach dem der Anführer der Bolschewiki, Vladimir Iljitsch „Lenin“ Uljanov, infolge der Verletzungen eines durch Anarchisten durchgeführten Attentats verstarb übernahm Josef Stalin das Ruder. Die ehemalig zaristischen Institutionen wurden rot lackiert und die innerparteiliche Opposition exekutiert.

Trotzdem inspierte die Oktoberrevolution 100 Jahre Menschen, denn sie zeigte das die Weltordnung die wir für selbstverständlich halten „auf Sand gebaut sind“. Sie zeigte trotz ihres langfristigen Scheiterns dass eine andere Welt möglich ist. Heute wie damals ist das Leiden und die Armut lediglich menschengemacht und kann durch Menschen aufgehoben werden!

Es braucht Widerstand gegen das schwarz-blaue Sparpaket!

Die ÖVP unter Sebastian Kurz schrieb im Nationalratswahlkampf „Neue Gerechtigkeit“ auf die Wahlplakate – In der oberösterreichischen Landesregierung wollen ÖVP und FPÖ nun das genaue Gegenteil davon umsetzen. Konkret will die Landesregierung die Studiengebühren an der FHs und die Kostenbeiträge für Eltern bei der Nachmittagsbetreuung in Kindergärten wieder einführen. Ebenso kürzen will man bei Wohneinrichtungen für behinderte Menschen und bei der Kinder- und Jugendhilfe.
In Oberösterreich beschlossene Gesetze sind ein guter Hinweis darauf, was mit schwarz-blau im Bund droht. Uns erwarten in den nächsten Jahren weitere empfindliche Kürzungen und Angriffe auf die Reste des Sozialsystems.

Die gesamte Linke darf aber nicht nur Verteidigungskämpfe führen, sondern muss in die Position kommen, selbst Forderungen zu stellen und das Diktat des Neoliberalismus zumindest in Frage zu stellen. Es wird wichtig sein, einen starken Widerstand zu organisieren, der kommunal und regional beginnt und Menschen nicht nur für einzelne Proteste gewinnt, sondern in eine soziale Bewegung einbindet. Das wird in den nächsten Monaten und Jahren unsere Aufgabe sein.

Solidarität mit den Kolleg*innen in der Metallbranche!

Im Schatten der Regierungsverhandlungen von Schwarz-Blau sind die Lohnverhandlungen der Metaller fast wie erste Vorboten der drohenden Einschnitte bei den Löhnen oder im Sozialbereich. Obwohl die Gewinne in der Branche steigen und die Metallgewerkschaft trotzdem nur 4% Lohnerhöhung fordert, musste die 4. Verhandlungsrunde gestern ergebnislos abgebrochen werden – Die Unternehmen wollen überhaupt keine Lohnerhöhung! Als erste Antwort darauf finden seit gestern flächendeckende Betriebsversammlungen statt.

Wir solidarisieren uns mit den Beschäftigten und meinen: Es wird gerade jetzt kämpferische Maßnahmen brauchen, die Gewerkschaft darf gerade jetzt nicht einknicken und sollte auch nicht vor der Möglichkeit eines Streikes zurückschrecken. Es wird unsere vereinten Kräfte brauchen, um trotz einer Regierung die wohl noch klarer auf der Seite der Industrie stehen wird als die bisherige, nicht bloß Abwehrkämpfe zu führen, sondern auch Forderungen zu stellen!

Was ist das für 1 Ergebnis? 1 gschissenes!

Einige Überraschungen brachte der Wahlabend, aber auch nichts Neues. Wir waren mit unserem Wahlkampf zufrieden – Die Wähler*innen offenbar nicht. Schwarz-blaue Schwammerl dominieren in allen Bundesländern und auch wenn wir ein demokratisches Ergebnis selbstverständlich respektieren, werden wir uns umso stärker dafür einsetzen dass sich dies ändert. Was sich zeigt ist das kommunale Verankerung ein wichtiger Grund für eine Wahlentscheidung ist. Das KPÖ-Plus-Projekt muss sich jetzt die Frage stellen inwiefern man diese verstärken bzw. noch viel wichtiger wieder erreichen kann. Die neu gewonnen Aktivist*innen müssen in das Projekt integriert werden, die Bundesländer stärker gefördert werden. Kommunale Mandate müssen zum wichtigsten Wahlziel ausgerufen werden. Die kommunistische Partei muss gleichzeitig „Kümmerpartei“ sein, die direkt bei den Menschen ist, genauso wie sie Forderungen zu stellen hat die zeigen das unsere jetzige Gesellschaft noch lange nicht das ist was erreicht werden kann. Unmissverständlich muss klargestellt werden dass wir eine Gesellschaft erreichen können und wollen die frei von Ausbeutung, frei von Ausgrenzung und auch frei von menschenfeindlichen Ideologien ist. Wir wollen mit einem abgeänderten Zitat von Bert Brecht schließen: “Ändere das Wahlergebnis, Österreich braucht es!“

Kandidat*innen und Wahlempfehlungen zur Nationalratswahl

Wir präsentieren euch hier in aller Kürze unsere Kandidat*innen zur Nationalratswahl auf der offenen Liste von KPÖ PLUS. Weiters finden sich hier auch Aufrufe für Kandidat*innen, mit denen wir sympathisieren.


Samira Shady Sany.
Samira steht mitten im Leben. Sie ist nicht nur die Spitzenkandidatin der Jugendkampagne „#jugendkämpft“, sondern auch die Sprecherin der LGJ – Linke GewerkschaftsJugend in Wien, die Frauensprecherin des GLB-Wien und sie macht eine Lehre zur Elektronikerin. Im Gegensatz zu vielen die studiert haben, nie arbeiten mussten und jetzt ihre politischen Funktionen inne haben, weiß Samira, wie das so ist, wenn Miete und Fixkosten den Lohn auffressen. Die Politik die sie will, richtet sich an die 99% in der Bevölkerung und nicht an das eine Prozent der Banken und Unternehmen, die ihre Gewinne mal schnell da hinschieben, wo es ihnen am günstigsten erscheint. Es braucht eine Umverteilung von oben nach unten zu denen, die das Geld dringend benötigen! Es braucht Politiker*innen, die mit und nicht gegen die Menschen arbeiten. Es braucht Solidarität, statt Hetze und Hass. Eine Vorzugsstimme am 15. für die 15. auf der Liste von KPÖ PLUS!


Simon Neuhold.
Simon ist Zivildiener in der Altenpflege, Mitglied im Bundessprecher*innenrat der Jungen Linken und kandidiert sowohl auf Platz 4 im Wahlkreis Wien Süd, als auch auf Platz 26 auf der Wiener Landesliste.
Warum er kandidiert und dazu aufruft, am 15. Oktober KPÖ PLUS zu wählen: „Es geht darum Mut zu machen, aufzustehen und sich zu widersetzen. Für eine soziale und gerechte Gesellschaft!
Deshalb kandidiere ich für KPÖ PLUS!“


David Michael Dimko.
David ist Bürokaufmann, Mitglied im Bundessprecher*innenrat der Jungen Linken und kandidiert auf Platz 8 im Wahlkreis Wien Süd.
Warum er kandidiert und dazu aufruft, am 15. Oktober KPÖ PLUS zu wählen: „Ich kandidiere für soziale Gerechtigkeit und für Verbesserung der Lebensqualität. In kurzen Worten kandidiere ich für KPÖ PLUS.“


Luise Wilczek.
Luise ist Studentin, Mitglied im Bundessprecher*innerat der Jungen Linken und kandidiert auch Platz 41 der Wiener Landesliste.
Warum sie kandidiert und dazu aufruft, am 15. Oktober KPÖ PLUS zu wählen: „Gemeinsam gegen jede Form von Faschismus und Antisemitismus! Egal ob rechtsextrem, islamistisch oder anders begründet!“


David Heck.
David ist Kommissionär, Mitglied im Bundessprecher*innenrat der Jungen Linken und kandidiert auf Platz 9 im Wahlkreis Linz und Umgebung.
Warum er kandidiert und dazu aufruft, am 15. Oktober KPÖ PLUS zu wählen: „Ob arm oder reich, am Ende sind wir alle gleich.
Es braucht endlich eine Umverteilung von oben nach unten. Genau deshalb kandidiere ich für KPÖ PLUS!“


Andreas Auzinger.
Andreas ist Betriebslogistikkaufmann, Mitglied im Landesvorstand der KPÖ Oberösterreich und er kandidiert sowohl auf Platz 1 im Regionalwahlkreis Innviertel als auch auf Platz 16 der oberösterreichischen Landesliste.
Warum er kandidiert und dazu aufruft, am 15. Oktober KPÖ PLUS zu wählen: „Gegen den faulen Zauber des Kapitalismus! Wir brauchen eine soziale und solidarische Gesellschaft und eine Wirtschaft mit Plan, damit unsere Zukunft gesichert ist“


Nadile Jîyan.
Nadile ist Schülerin, Co-Vorsitzende des kurdischen Kulturvereins und kandidiert auf Platz 2 der Salzburger Landesliste.
Warum sie kandidiert und dazu aufruft, am 15. Oktober KPÖ PLUS zu wählen: „Das politische System steht still und die selbsternannten starken Männer drängen an die Macht.
Wir brauchen aber keine Führer, sondern echte Demokatie und eine solidarische Gesellschaft!“


Samuel Peter Seitz. Er ist Lehrling, Bezirkssprecher der KPÖ St. Pölten und kandidiert im Wahlkreis Niederösterreich Mitte auf Platz 8.
Warum er kandidiert und dazu aufruft, am 15. Oktober KPÖ PLUS zu wählen: „Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten! Wir arbeiten für eine Zukunft, in der es sich lohnt zu
leben.“

Wir rufen außerdem dazu auf, folgenden Kandidat*innen in ihrem jeweiligen Regionalwahlkreis oder auf der Landesliste, eine Vorzugsstimme zu geben:
Georg Högelsteiner, Platz 6 im Wahlkreis Wien Nord und Platz 44 auf der Wiener Landesliste oder Bernhard Gaishofer, Platz 2 im Wahlkreis Wien Nord
Thomas Hörl, Platz 7 auf der Tiroler Landesliste und Spitzenkandidat im Wahlkreis Tirol Unterland
Nikolaus Lackner, Platz 12 auf der niederösterreichischen Landesliste und Spitzenkandidat im Wahlkreis Waldviertel oder Matthias Allinger, Platz 2 im Wahlkreis Waldviertel
Sarah Pansy, Platz 13 auf der Wiener Landesliste und Platz 2 im Wahlkreis Wien Innen Ost

Junge Linke ruft zur Wahl von KPÖ PLUS auf!

Wir wollen, dass unsere Zukunft nicht mehr verbrannt wird. Wir wollen nicht mehr für grenzenlos wirkende Unternehmensprofite arbeiten und dabei selbst verhungern. Wir wollen nicht mehr unser letztes Hemd für unsere Wohnungen geben und die Angst haben, nach Lehre, Schule oder Studium keine Arbeit zu finden. Wir wollen einen gesetzlichen Mindestlohn von 1.700€ im Monat einhergehend mit Arbeitszeitverkürzung, wir wollen staatliche Investitionen in die Wirtschaft um Arbeitsplätze zu schaffen, wir wollen die kostenfreie Möglichkeit auf Abtreibung in staatlichen Kliniken in allen Bundesländern, wir wollen eine gesetzliche Mietzinsobergrenze und vieles mehr. Kurz gesagt: eine Umverteilung von denen da oben, zu uns hier unten!

Deshalb haben wir, gemeinsam mit der Linken Gewerkschaftsjugend, die Kampagne #jugendkämpft gestartet. Unsere gemeinsame Spitzenkandidatin für die Kampagne #jugendkämpft war Samira Shady Sany. Samira ist die Sprecherin der Linken Gewerkschaftsjugend Wien, Frauensprecherin des Gewerkschaftlichen Linksblocks Wien und arbeitet als Elektronikerin. Sie ist die Stimme für uns junge Arbeitnehmer*innen, Schüler*innen und Lehrlinge. Diese Stimme fehlte bisher nicht nur im Parlament, sondern auch auf der Liste von KPÖ PLUS, weshalb wir uns über jede Vorzugsstimme für Samira freuen, damit wir uns alle bei einem möglichen Einzug ins Parlament gut vertreten fühlen können!

Für uns ist es ganz klar: Wir rufen dazu auf, am 15. Oktober KPÖ PLUS zu wählen und Samira Shady Sany eine Vorzugsstimme zu geben!